Das Umland
Die Monti Lepini
Die besondere Beschaffenheit der Lepinischen Berge und ihres Gesteins, verbunden mit der Nähe zum Meer, haben in diesem Teil des Latiums eine Vielzahl von Mikroklimata erzeugt, die für eine ebenso große Vielfalt an Vegetationsformen gesorgt haben. Bei den Monti Lepini handelt es sich um ein verkarstetes Kalkgebirge, das in dieser Form einzigartig in Mittelitalien ist, da Karsterscheinungen sonst nur in den nordöstlichen Regionen des Landes zu finden sind.
Die Lepinischen Berge verkörpern aber nicht nur die Natur, sondern stehen auch für Kultur, Geschichte und Traditionsverbundenheit.
In den Gemeinden dieses Gebietes, zwischen engen Gassen, die von gastfreundlichen Menschen bewohnt werden, stößt der Besucher auf Kirchen, Festungen und Denkmäler, die ihn mit ihrem Zauber und Charme in den Bann ziehen werden.
Einige Orte werden von Prachtbauten und Palästen beherrscht, die einst im Besitz von Prinzen und Baronen waren: das Castello di Sermoneta ist eines der eloquentesten Beispiele, aber auch die Bauwerke des historischen Ortskerns von Artena (das größte nicht befahrbare Zentrum Europas) und von Carpineto Romano, der Baronspalast von Maenza, derjenige von Roccasecca dei Volsci, das Kastell von Priverno und die anderen einstigen Herrschaftswohnsitze sind eine Besichtigung wert.
Einige Orte galten der Menschheit als Wiege. Daher sollte man es sich nicht entgehen lassen, die vielen prähistorischen Überreste zu besichtigen, die in den verschiedenen Museen verwahrt werden, das Gleiche gilt für die Mauern der antiken Städte Norba, Sezze und Artena sowie die über die ländlichen Gemeinden verteilten Reste römischer Gebäude.
Die Gelehrten der „Grand Tour“, jene Bildungsreisende vergangener Jahrhunderte, die Italien auf der Suche nach den Spuren alter Kulturen bereisten, haben Beschreibungen und Skizzen (die in verschiedenen europäischen Museen konserviert werden) hinterlassen, die uns ihr Erstaunen vor so viel Schönheit anschaulich vor Augen führen.
Die Lepinischen Berge waren auch das Ursprungsland von Heiligen, Päpsten und Kardinälen. Die wundervollen Kirchen, die bis zum Bersten gefüllt sind mit Kunstwerken, sind der beredteste Beweis dafür.
Gründerstadt Colleferro
Nur wenige Kilometer von Segni entfernt liegt Colleferro. Die moderne und dynamische Gründerstadt (wie sich jene Zentren nennen, die nicht spontan, sondern auf der Grundlage eines einheitlichen und für gewöhnlich innerhalb kurzer Zeit realisierten städtebaulichen Projektes entstehen) erblickte formell im Jahre 1935 das Licht der Welt. Als Stadt, die auf eine große und namhafte Industrietradition zurückblicken darf (hier wurden Sprengstoffe für zivile und militärische Zwecke, Zement, Garne für Nylonstrümpfe, Eisenbahnwagen, Phosphatdünger und Raketenkomponenten produziert), fungiert Colleferro heute als Epizentrum für das umfassende Dienstleistungsangebot des gesamten Gebietes.
Anagni, die Stadt der Päpste
Die als Stadt der Päpste bekannte Gemeinde, in der zahlreiche Päpste zur Welt gekommen sind und in der viele von ihnen residierten, hat ihren Namen in besonderer Weise an die Geschichte von Papst Bonifatius VIII. und die als Attentat von Anagni bekannte Episode geknüpft. Von besonderem Interesse in dem mittelalterlichen Stadtzentrum mit den eleganten und würdevollen Bauten, romanischen Kirchen, Glockentürmen, Loggien und Plätzen im schlichten und aufs Wesentliche beschränkten Baustil, sind der aus dem 13. Jahrhundert stammende Papstpalast, der Palazzo Civico, die Casa Barnekow sowie die zahlreichen Kirchen, darunter insbesondere die Kathedrale mit der wunderschönen Krypta, deren Fresken einen der interessantesten Bilderzyklen aus dem italienischen 13. Jahrhundert darstellen.
Fiuggi und die Thermen
Fiuggi ist einer der bedeutendsten Badekurorte in Europa. Der Altstadtkern ist auf einem Hügel gelegen, wohingegen sich die moderne Thermalanlage talabwärts erstreckt, eingebettet in das satte Grün der Kastanienwälder. Hier finden jedes Jahr namhafte Veranstaltungen von hohem Stellenwert sowie nationale und internationale Kongresse statt. Fiuggi verfügt über ein breites Angebot an Sportanlagen, unter anderem einen 18-Loch-Golfplatz, einen der ersten öffentlichen Golfplätze in Italien.
Carpineto Romano und die Enzyklika Rerum Novarum
Dieses von den Wäldern der Monti Lepini umgebene Städtchen beeindruckt den Besucher durch einen der interessantesten und eindrucksvollsten Ortskerne dieses Gebietes und ist insbesondere als Geburtsstadt von Papst Leo XIII. bekannt, dem Verfasser der Sozialenzyklika Rerum Novarum. Neben dem Geburtshaus des Papstes (Palazzo Pecci) laden zahlreiche Kirchen und Adelspaläste, das Stadtmuseum „La Reggia dei Volsci” und die Dauerausstellung der Reliquiensammlung von Leo XIII. zur Besichtigung ein.
Tivoli
Die am Fluß Aniene mit seinen eindrucksvollen Wasserfällen gelegene Stadt Tivoli hat, genau wie das Umland, seit jeher von den günstigen Umgebungsbedingungen profitiert. So hat der Wasserreichtum im Laufe der verschiedenen Epochen die Errichtung von signifikanten Baukomplexen begünstigt.
Zu den bedeutendsten Beispielen gehören die weltberühmte Hadriansvilla aus römischer Epoche, die im 16. Jahrhundert errichtete Villa d'Este sowie die Villa Gregoriana.
Damit ist Tivoli eine Stadt der Künste von außerordentlich hohem Prestige, deren Kunstwerke von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurden.
Valmontone, Outlet und Vergnügungspark
Rainbow Magicland ist der Name eines großen Magie-Vergnügungsparks, der zurzeit in der Gemeinde Valmontone (bei Rom) errichtet wird und nur unweit vom Fashion District Valmontone Outlet entfernt liegt.
Der Vergnügungspark Rainbow Magicland (dessen Eröffnung im Frühjahr 2011 vorgesehen ist) erstreckt sich auf einer Fläche von rund 600.000 m2 und wird nach sechs Themenbereichen gegliedert sein – Fantasiewelten, die den Besucher die Magie des Vergnügens und des Abenteuers entdecken lassen werden: ein dimensionaler Sprung in die Welt der Zauberschlösser, mutigen Wikinger, magischen Feen, mächtigen Zauberer und geschickten Abenteurer.
In der unmittelbaren Umgebung von Segni, wenige Minuten entfernt, befinden sich noch weitere Ortschaften, die zweifellos einen Besuch wert sind: Gavignano (wo der Besucher den Palast in Augenschein nehmen kann, in dem Papst Innozenz III. zur Welt kam), Montelanico (ein wundervoll erhaltener Ort aus dem Mittelalter), Gorga (kleine charakteristische Ortschaft, die in die prachtvollsten Wälder dieses Gebietes eingebettet liegt), Paliano (als einstiges Lehnsgut des Adelsgeschlechtes der Colonna wird diese reizvolle Kleinstadt durch die alten Stadtmauern gut behütet), Piglio (wichtigste Etappe entlang der Weinstraße des Cesanese), Rocca Massima (aufgrund ihres Schinkens ist sie die erste „genussreiche“ Etappe auf dem Weg in Richtung Pontinischer Ebene), wie auch eine Quelle mit exzellentem mineralstoffarmen Wasser, Fonte Meo, die bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts eröffnet wurde.
Vom Hotel La Pace in Segni sind weiterhin die antike Stadt Ferentino wie auch das gesamte Gebiet der Ciociaria mühelos erreichbar, außerdem das Kap Circeo und die Sandstrände von Sabaudia und Terracina, die prächtigen Benediktinerklöster von Subiaco und die Stadt Cori, Heimat der Mythologien und guten Weine.
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