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Die Geschichte von Segni

Segni darf sich einer alten und fesselnden Geschichte rühmen. Die majestätische polygonale Maueranlage (die auf das 5. und das 4. Jh. v. Chr. zurückdatierbar ist) und der umfassende architektonische Komplex der Akropolis zeugen von den antiken Ursprüngen und der nachfolgenden Entwicklung der Stadt in der römischen Epoche; die Kathedrale und die städtebauliche Struktur der historischen Altstadt (mit ihrem faszinierenden Geflecht aus kleinen Wegen und Gassen und den reichen Adelspalästen) sind Beweis für die intensiven Bauaktivitäten im Mittelalter und das Wiederaufblühen der Stadt nach der Plünderung im Jahr 1557 durch die Franzosen.

Die häufigen päpstlichen Aufenthalte in dem Palast, der später zum Bischofsseminar umfungiert wird, steigerten das Ansehen und die Berühmtheit der Stadt zwischen dem 12. und dem 14. Jh. noch um ein Vielfaches.

Zwischen Ende des 6. und Anfang des 7. Jh. wurde hier Papst Vitalian geboren, der von 657 bis 672 amtierte.

In der Gemeindebibliothek ist eine digitalisierte Kopie der Statuten von Segni (die im Original in der Senatsbibliothek in Rom verwahrt werden) aus der Renaissancezeit und der darauffolgenden Zeit erhalten, die über das hoch entwickelte institutionelle Leben der Gemeinde im Laufe ihrer Geschichte Aufschluss geben. Hingegen detaillieren zahlreiche notarielle Urkunden bereits seit dem Mittelalter die Bedeutung der Kastanien als wichtige Ressourcen für die hiesige Wirtschaft und rekonstruieren sie die jüngste Ausbreitung (aus dem vorigen Jahrhundert) der prächtigen Marone von Segni durch die Technik der Veredelung.

Und nicht zuletzt hat die Stadt einen hohen Blutzoll an den Zweiten Weltkrieg gezahlt: im Laufe von zwei tragischen Bombenangriffen, zwischen Herbst 1943 und Frühjahr 1944,starben Dutzende von Menschen und wurde die der Heiligen Lucia gewidmete Kirche zerstört.


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