Feste und Traditionen in Segni
Sehr zahlreich sind die Festveranstaltungen, Kirchweihen und religiösen Feierlichkeiten.
San Bruno
Ist der Schutzpatron von Segni, der am 18. Juli feierlich geehrt wird. In dieser veranstaltungsreichen Zeit wird die gesamte Gemeinde mobilisiert; das wohl interessanteste Event dabei ist der „Palio di S. Bruno", ein Pferderennen mit Geschwindigkeits- und Geschicklichkeitstests. Den krönenden Abschluss bildet stets das Feuerwerk, das den gesamten Monte Pianillo mit festlicher Stimmung erfüllt.
S.Lucia
Das Fest der Heiligen Lucia wird am 13. Dezember gefeiert und stellt im Leben der Bewohner einen besonders intensiven Moment der Religiosität dar; zu diesem Anlass wird ein Jahrmarkt veranstaltet, der einst die Besucher des gesamten Gebietes willkommen hieß.
Sagra del Marrone Segnino
Das der Marone von Segni gewidmete Fest ist im Jahr 2010 bereits bei seiner 53. Auflage angelangt. Dieses Event, das in den letzten Jahrzehnten neben den erlesenen gastronomischen Kostproben außerdem durch kulturelle Veranstaltungen und Aufführungen von hohem künstlerischen Wert angereichert wurde, lockt jedes Jahr Tausende von Touristen und Ausflüglern aus dem Latium und anderen Regionen in seinen Bann.
Giostra del Maialetto
Die Ursprünge dieses kuriosen Events (das später in Kostümen zelebriert wurde) gehen auf die ersten Jahre des 17. Jahrhunderts zurück, als die Grafen Sforza, Herzöge von Segni, und das Volk aufgrund der Steuerabgabe für das „Weiden“ der Schweine in den Wäldern aneinander gerieten.
Bei dieser Veranstaltung wurde ein Schwein, dem eine Schelle um den Hals gebunden wurde, in der antiken römischen Zisterne der Ausgrabungsstätte der Akropolis frei gelassen. Fünf Mannschaften, eine pro Kontrade, die jeweils aus zwei Männern bestanden, traten gegeneinander an, um sich den Sieg bei der „Jagd" nach dem quicklebendigen kleinen Schwein zu sichern. Alle Teilnehmer, sämtlich mit verbundenen Augen und ebenfalls mit Schellen am Bein versehen, um sich gegenseitig in die Irre zu führen, mussten dabei versuchen, das Tier durch harmlose Schläge mit dem Reiserbesen zu treffen. Dabei gewann die Mannschaft, die die höchste Zahl an siegreichen Schlägen für sich verbuchen konnte. Das wahre Vergnügen der Zuschauer dabei aber waren die Hiebe, die sich die Spieler – blindlings – gegenseitig verabreichten.
Dieses Event ist 1992 aufgrund der Proteste der Tierschützer eingestellt worden; in den letzten Jahren ist das Fest mit einem verkleideten Mann in der Rolle des Schweins aber wieder neu aufgelegt worden.
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