Segni – Stadt der Kunst
Segni bietet den Besuchern eine große Zahl von Sehenswürdigkeiten, von den religiösen über die archäologischen Attraktionen bis hin zu den Adelspalästen.
Segni verfügt über zahlreiche archäologische Komplexe von erheblicher Relevanz. Noch intakt und begehbar, dank eines sie umgebenden Fußweges, ist die Rundstrecke der aus großen Kalksteinblöcken gearbeiteten polygonalen Stadtmauer. Entlang des gesamten Mauertraktes sind zahlreiche Tore vorhanden, unter anderem auch das berühmteste unter ihnen, das zugleich das Symbol der Stadt ist: die Porta Saracena.
Der ausgedehnte architektonische Komplex der Akropolis zählt zweifellos zu den schönsten archäologischen Stätten der antiken Stadt. Majestätisch erheben sich die Strukturen des der Göttin Juno Moneta (2. Jh. v. Chr.) gewidmeten Tempels, die heute in die Kirche San Pietro, eines der Paradebeispiele der Kirchenarchitektur von Segni, integriert sind. Das zusammen mit dem Tempel (mit der Technik des berühmten Opus signinum) realisierte große Rundbecken, die Cisterna Romana, diente einst der Wasserversorgung der Stadt.
Auf der heutigen Piazza Santa Maria, die sich vor der Konkathedrale auftut, befand sich einst das Areal des Forums und damit der Dreh- und Angelpunkt des politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens der Gemeinde. In einem an das Forum angrenzenden Bereich wurde im späten 1. Jh. v. Chr. ein großer Kryptoportikus errichtet, der entlang der Via Lauri zum Teil noch sichtbar ist.
Ausgesprochen interessant ist auch das Nymphäum, eines der schönsten Bauwerke der Stadt. Noch zu erkennen ist die üppige musivische Verzierung der Wände dieses antiken Monumentalbrunnens.
Diesen berühmten und außergewöhnlichen Denkmalkomplexen im städtischen Bereich haben sich, dank neuerer Nachforschungen, weitere archäologische Fundstätten im nahe gelegenen Tal des Sacco hinzugesellt, wo unter anderem auf das Gebiet von Colle Noce verwiesen werden soll.
Von besonderem Interesse sind auch die Spuren, die die regen Bautätigkeiten hinterlassen haben, die zwischen dem 12. und dem 13. Jahrhundert das Wiederaufblühen der Stadt verkündeten: neben dem alten Rathaus, dem heutigen Sitz des Museums, kann man den Glockenturm der Konkathedrale und noch viele weitere Gebäude bewundern, die über das Gebiet des historischen Altstadtkerns verteilt sind.
Die im 17. Jh. neu errichtete Konkathedrale Santa Maria Assunta besticht durch eine große Fülle von Kunstwerken, die sie zu einem der schönsten Beispiele des Barock in der Provinz des Latium machen. In dieser Kirche wurden Erzbischof Thomas von Canterbury selig gesprochen und Bischof Bruno von Segni heiliggesprochen (1079 bis 1123).
Weitere religiöse Bauwerke von großem Wert sind die bereits zitierte Kirche San Pietro, die Kirche S. Stefano, die über den gleichnamigen Platz herrscht und von einem schönen, vierstöckigen romanischen Glockenturm überragt wird, wie auch die Chiesa del Gesù, die im ersten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts von den Doktrinariern errichtet wurde.
Viele dieser Baudenkmäler sind vom Ministerium für Kulturgüter und kulturelle Tätigkeiten zu “Monumenten von hohem historischen, künstlerischen und archäologischen Interesse” erklärt worden.
Aufgrund der Herrlichkeit dieser prachtvollen Werke, ihres Archäologischen Museums wie auch der aktiven Präsenz von Bibliotheken und historischen Archiven, wie dem nach Innozenz III. benannten Kirchenarchiv, darf Segni heute den Titel “Stadt der Künste“ tragen.
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